Allgemeine Geschäftsbedingungen

AGB der Crafthost24

§ 1 Geltungsbereich, Anbieter, Begriffsbestimmungen und Vorrang

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für sämtliche Verträge über die Inanspruchnahme der über die Website https://crafthost24.de und das zugehörige Kundenpanel angebotenen Leistungen zwischen dem Anbieter und seinen Kunden.

(2) Anbieter, Vertragspartner und Verantwortlicher ist das Einzelunternehmen Julian Kempf, handelnd unter der Geschäftsbezeichnung „Host-Zentrum" (nachfolgend „Anbieter"). „CraftHost24" ist eine Marke von Host-Zentrum; Anbieter und Vertragspartner ist stets Julian Kempf (Host-Zentrum).

  • Anschrift: Albert-Schweitzer-Straße 77, 76703 Kraichtal, Deutschland
  • Telefon: +49 (0) 7251 32521
  • E-Mail: info@host-zentrum.de
  • USt-IdNr.: DE358418999
  • Handelsregister: kein Eintrag (Einzelunternehmen)

(3) Begriffsbestimmungen im Sinne dieser AGB:

  • Kunde: jede natürliche oder juristische Person, die mit dem Anbieter einen Vertrag über die angebotenen Leistungen schließt.
  • Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB).
  • Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).
  • Kundenpanel: der unter https://crafthost24.de erreichbare passwortgeschützte Bereich zur Registrierung, Bestellung, Verwaltung von Diensten, Tickets, Bestellungen und Guthaben.
  • Guthaben: das vom Kunden im Voraus aufgeladene Prepaid-Guthaben, von dem die Entgelte für in Anspruch genommene Leistungen abgebucht werden.

(4) Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden finden keine Anwendung, auch wenn der Anbieter ihrer Geltung im Einzelfall nicht gesondert widerspricht. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.

(5) Vorrang: Soweit zwischen diesen AGB, einer ausdrücklichen individuellen Vereinbarung in Textform sowie den jeweiligen Produkt- und Leistungsbeschreibungen Widersprüche bestehen, gilt folgende Rangfolge: (a) individuelle Vereinbarung in Textform, (b) Produkt-/Leistungsbeschreibung des bestellten Dienstes, (c) diese AGB. Datenschutzrechtliche Regelungen ergeben sich aus der separaten Datenschutzerklärung; ein etwaiger Vertrag zur Auftragsverarbeitung wird gesondert geschlossen.

(6) Maßgeblicher Stand dieser AGB: Juni 2026.

§ 2 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung der Leistungen im Kundenpanel und auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe einer Bestellung (invitatio ad offerendum) dar.

(2) Voraussetzung für die Bestellung ist die Registrierung eines Kundenkontos im Kundenpanel. Der Kunde ist verpflichtet, die bei der Registrierung und Bestellung abgefragten Daten wahrheitsgemäß, vollständig und aktuell anzugeben und Änderungen unverzüglich im Kundenpanel zu aktualisieren. Die Verwendung von Pseudonymen, falschen Namen oder fremden Daten ohne Berechtigung ist unzulässig.

(3) Der Kunde sichert zu, dass er unbeschränkt geschäftsfähig und volljährig ist bzw. – sofern er als Vertreter handelt – zur Vertretung berechtigt ist. Minderjährige dürfen Verträge nur mit Zustimmung ihrer gesetzlichen Vertreter schließen.

(4) Mit Absenden der Bestellung im Kundenpanel gibt der Kunde ein verbindliches Angebot auf Abschluss des jeweiligen Vertrages ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter die Bestellung annimmt. Die Annahme erfolgt durch ausdrückliche Auftrags-/Bestellbestätigung in Textform (z. B. per E-Mail an die hinterlegte Adresse) oder durch tatsächliche Bereitstellung der bestellten Leistung. Eine bloße automatisch generierte Eingangsbestätigung über den Zugang der Bestellung stellt noch keine Annahme dar.

(5) Der Anbieter ist berechtigt, vor der Bereitstellung eine Verifizierung der Kundenangaben (z. B. Identitäts- oder Zahlungsmittelprüfung) durchzuführen und die Annahme der Bestellung bei begründeten Zweifeln, drohendem Missbrauch oder bei Verstoß gegen diese AGB abzulehnen.

(6) Der Vertragstext wird vom Anbieter im erforderlichen Umfang gespeichert; die jeweils gültigen AGB sind im Kundenpanel abrufbar. Die Vertragssprache ist Deutsch.

§ 3 Leistungsbeschreibung

(1) Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus der jeweiligen Produkt-/Leistungsbeschreibung des bestellten Dienstes (Ressourcen wie CPU, RAM, Speicher, Netzanbindung, IP-Adressen, Standort) zum Zeitpunkt der Bestellung sowie aus diesen AGB.

3.1 Root-/vServer „Intel Xeon" und „Intel Xeon Platinum"

Der Anbieter stellt virtuelle Server auf Basis der KVM-Virtualisierung mit vollem Root-Zugriff bereit. Im Leistungsumfang enthalten sind je nach Tarif IPv4- und IPv6-Adressen sowie die Verwaltung über die Steuerungsoberfläche Convoy einschließlich VNC-Web-Konsole, Neuinstallation (Reinstall) des Betriebssystems aus den angebotenen Vorlagen sowie Power-Funktionen (Start, Stopp, Neustart). Die Auswahl, Installation, Konfiguration und Aktualisierung des Betriebssystems sowie sämtlicher darauf betriebener Software obliegt dem Kunden, soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart.

3.2 Cloud-Server

Cloud-Server werden als virtualisierte Server mit den jeweils im Tarif beschriebenen Ressourcen bereitgestellt. Verwaltung und Zugriff erfolgen analog zu Abschnitt 3.1.

3.3 Storage-Server

Storage-Server stellen überwiegend Speicherkapazität zur Datenablage bereit. Der konkrete Speicherumfang, die Anbindung und etwaige Leistungsmerkmale ergeben sich aus der Produktbeschreibung. Für die Sicherung seiner Daten ist der Kunde selbst verantwortlich (§ 9).

3.4 Gameserver (Pterodactyl)

Der Anbieter stellt Gameserver für gängige Spiele (u. a. Minecraft, Rust, Valheim, Palworld, Satisfactory) über die selbst betriebene Steuerungsoberfläche Pterodactyl bereit. Zum Funktionsumfang gehören je nach Spiel und Tarif insbesondere ein Modpack-Installer, ein Version-Changer, ein Player-Manager sowie Konsole, Datei-Manager und Backup-Funktionen. Für technisch notwendige Funktionen (z. B. Modpack-/Versionsinstallation) werden Anfragen an externe Dienste (u. a. Modrinth, CurseForge/Feed-the-Beast, PaperMC, FabricMC) ausgelöst; deren Verfügbarkeit und Inhalte liegen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters. Für die Beachtung der jeweiligen Lizenz- und Nutzungsbedingungen der Spiele, Mods und Modpacks ist der Kunde verantwortlich.

3.5 Dedicated-Server

Bei Dedicated-Servern stellt der Anbieter dem Kunden dedizierte physische Server-Hardware zur alleinigen Nutzung im Rechenzentrum bereit. Konfiguration, Verwaltung und Bereitstellung erfolgen nach der jeweiligen Produktbeschreibung; Bereitstellungszeiten können produktbedingt abweichen.

3.6 Kundenpanel

Das Kundenpanel umfasst Registrierung/Login, Profilverwaltung, ein Ticketsystem, Bestell- und Guthabenverwaltung sowie eine optionale Verknüpfung mit Discord. Die Discord-Verknüpfung ist freiwillig und kann jederzeit aufgehoben werden.

(2) Der Anbieter ist berechtigt, Leistungen durch von ihm beauftragte Dritte (insbesondere Rechenzentrums- und Netzbetreiber) erbringen zu lassen. Soweit für den vertragsgemäßen Betrieb erforderlich, darf der Anbieter die zugrunde liegende Technik und eingesetzte Software weiterentwickeln und anpassen, sofern der vereinbarte Leistungsumfang dadurch nicht erheblich eingeschränkt wird.

§ 4 Preise und Prepaid-Guthaben

(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung im Kundenpanel ausgewiesenen Preise. Preise gegenüber Verbrauchern verstehen sich als Gesamtpreise inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer. Etwaige Sonderregelungen (z. B. Kleinunternehmer-/Reverse-Charge-Sachverhalte) ergeben sich aus der Rechnung.

(2) Abrechnung im Prepaid-Verfahren: Die Nutzung der Leistungen erfolgt ausschließlich auf Basis eines im Voraus aufgeladenen Guthabens. Es besteht kein Abonnement und es findet keine automatische Abbuchung von Zahlungsmitteln des Kunden statt. Der Kunde lädt sein Guthabenkonto eigenständig auf.

(3) Die Aufladung des Guthabens erfolgt über die Zahlungsdienstleister Mollie und Stripe. Verfügbare Zahlungsarten sind insbesondere Kreditkarte, PayPal, SEPA-Lastschrift, Sofort/giropay, Apple Pay und Google Pay. Die Verfügbarkeit einzelner Zahlungsarten kann variieren.

(4) Die Entgelte für die in Anspruch genommenen Leistungen werden laufend (anteilig nach dem jeweils beschriebenen Abrechnungsintervall, z. B. pro Tag/Stunde gemäß Produktbeschreibung) vom Guthaben abgebucht. Die Fälligkeit der Entgelte tritt mit der Bereitstellung bzw. fortlaufenden Erbringung der Leistung ein; sie werden durch Verrechnung mit dem vorhandenen Guthaben beglichen.

(5) Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, ein ausreichendes Guthaben vorzuhalten. Folgen bei unzureichendem Guthaben: Reicht das Guthaben zur Deckung der fälligen Entgelte nicht aus, ist der Anbieter berechtigt, die betroffene Leistung nach vorheriger Benachrichtigung (in der Regel per E-Mail an die hinterlegte Adresse) zu sperren. Wird das Guthaben nicht innerhalb einer angemessenen, im Kundenpanel bzw. in der Benachrichtigung genannten Frist ausgeglichen, ist der Anbieter berechtigt, die Leistung endgültig zu beenden und die zugehörigen Daten (z. B. den Server einschließlich aller darauf gespeicherten Daten) unwiderruflich zu löschen. Der Kunde wird hierauf vor der Löschung in zumutbarer Weise hingewiesen; die Sicherung der Daten obliegt dem Kunden (§ 9).

(6) Erstattung von Restguthaben: Tatsächlich eingezahltes, noch nicht verbrauchtes Guthaben (echtes Geld) wird Verbrauchern auf Verlangen erstattet. Der Anbieter ist berechtigt, von dem zu erstattenden Betrag die ihm tatsächlich entstandenen Transaktions-/Rückabwicklungsgebühren des Zahlungsdienstleisters in Abzug zu bringen, soweit diese konkret anfallen und nachgewiesen werden. Ein pauschaler Ausschluss der Auszahlung echten Geldes findet nicht statt. Bonus-, Aktions- oder Gutschein-Guthaben (nicht durch eine Zahlung des Kunden gedeckte Gutschriften) sind von der Auszahlung ausgeschlossen und verfallen mit Vertragsende bzw. nach Maßgabe der jeweiligen Aktionsbedingungen.

(7) Befindet sich der Kunde mit einer fälligen Zahlung in Verzug, gelten die gesetzlichen Verzugsregelungen. Gegenüber Verbrauchern bleibt der Nachweis eines geringeren bzw. höheren Schadens unberührt.

§ 5 Laufzeit, Verlängerung und Kündigung

(1) Mangels abweichender Vereinbarung werden die Verträge auf unbestimmte Zeit geschlossen und über das Prepaid-Guthaben fortlaufend abgerechnet. Soweit für ein Produkt eine feste Mindest-/Abrechnungsperiode in der Produktbeschreibung ausgewiesen ist, gilt diese vorrangig.

(2) Der Kunde kann seine Leistungen jederzeit über das Kundenpanel beenden bzw. die weitere Verlängerung/Abbuchung deaktivieren, soweit für das Produkt nichts anderes bestimmt ist. Eine fortlaufend über Guthaben abgerechnete Leistung endet, wenn der Kunde sie kündigt bzw. deaktiviert oder mangels Guthaben gemäß § 4 Abs. 5 beendet wird.

(3) Der Anbieter kann unbefristete Verträge mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende ordentlich kündigen. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund (§ 7) bleibt unberührt.

(4) Erstattung bei Anbieter-Kündigung: Kündigt der Anbieter den Vertrag ordentlich, so wird dem Kunden anteilig im Voraus bezahltes Entgelt für den nach Wirksamwerden der Kündigung nicht mehr genutzten Leistungszeitraum sowie etwaiges Restguthaben nach Maßgabe von § 4 Abs. 6 erstattet. Dies gilt nicht, soweit der Anbieter aus einem vom Kunden zu vertretenden wichtigen Grund (§ 7) kündigt und die gesetzlichen Voraussetzungen einer Erstattungsbeschränkung vorliegen.

(5) Jede Kündigung kann in Textform (z. B. per E-Mail an info@host-zentrum.de) oder, soweit angeboten, über die entsprechende Funktion im Kundenpanel erfolgen.

(6) Mit Vertragsende erlischt das Nutzungsrecht. Der Anbieter ist nach Vertragsende berechtigt, die dem Kunden zugeordneten Ressourcen und Daten nach einer angemessenen Frist endgültig zu löschen. Die rechtzeitige Sicherung der Daten obliegt dem Kunden (§ 9).

§ 6 Pflichten des Kunden und Acceptable Use Policy (AUP)

(1) Der Kunde ist für die von ihm gespeicherten, übermittelten und bereitgestellten Inhalte sowie für die von ihm installierte und betriebene Software allein verantwortlich. Er stellt sicher, dass durch deren Nutzung weder gegen geltendes Recht noch gegen Rechte Dritter noch gegen diese AGB verstoßen wird.

(2) Verbotene Inhalte und Handlungen. Untersagt sind insbesondere:

  • das Speichern, Verbreiten oder Zugänglichmachen rechtswidriger, strafbarer oder jugendgefährdender Inhalte (z. B. gewaltverherrlichende, volksverhetzende, kinder- oder jugendpornografische Inhalte);
  • die Verletzung von Urheber-, Marken-, Namens-, Persönlichkeits- oder sonstigen Schutzrechten Dritter, einschließlich der unrechtmäßigen Verbreitung urheberrechtlich geschützter Werke;
  • der Versand von Spam bzw. unverlangter kommerzieller Kommunikation (UCE/UBE), Massen- oder Kettenmails sowie sonstige unzulässige Werbung;
  • Phishing, betrügerische Inhalte, Identitätstäuschung sowie das Bereitstellen oder Verbreiten von Malware (Viren, Trojaner, Ransomware, Botnetz-Komponenten u. ä.);
  • DoS-/DDoS-Angriffe, Portscans, Brute-Force-Angriffe, unbefugtes Eindringen in fremde Systeme (Hacking) sowie das Betreiben von Diensten, die ersichtlich der Vorbereitung oder Durchführung solcher Angriffe dienen;
  • jede missbräuchliche, übermäßige oder die Infrastruktur gefährdende Nutzung von Ressourcen, die den Betrieb des Anbieters oder Dritter beeinträchtigt;
  • das Betreiben offener Mail-Relays, offener Proxies oder anonymisierender Dienste zu missbräuchlichen Zwecken sowie sonstige Handlungen, die zu Sperrlisten-Einträgen (Blacklisting) der vom Anbieter genutzten IP-Adressbereiche führen können.

(3) Der Kunde hat die für seine Inhalte und Dienste geltenden gesetzlichen Pflichten (z. B. Impressums-, Datenschutz- und Jugendschutzpflichten) selbst einzuhalten. Betreibt der Kunde eigene Verarbeitungen personenbezogener Daten auf den Systemen, ist er hierfür datenschutzrechtlich Verantwortlicher.

(4) Zugangsdaten/Geheimhaltung. Der Kunde hat seine Zugangsdaten (Passwörter, Schlüssel, Tokens) geheim zu halten, vor dem Zugriff Dritter zu schützen und ausreichend sichere Passwörter zu verwenden. Er haftet für eine missbräuchliche Nutzung, die er zu vertreten hat. Bei Verdacht auf Kenntnisnahme durch Unbefugte hat der Kunde die Zugangsdaten unverzüglich zu ändern und den Anbieter zu informieren.

(5) Der Kunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die diese wegen einer von ihm zu vertretenden Rechtsverletzung im Zusammenhang mit den von ihm genutzten Leistungen, Inhalten oder Software gegen den Anbieter geltend machen, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung. Dies gilt nicht, soweit der Kunde die Rechtsverletzung nicht zu vertreten hat.

§ 7 Sperrung und außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund

(1) Der Anbieter ist berechtigt, eine Leistung vorübergehend zu sperren oder den Vertrag außerordentlich fristlos zu kündigen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor bei:

  • einem Verstoß gegen die Acceptable Use Policy (§ 6) oder gegen geltendes Recht;
  • fehlendem bzw. nicht rechtzeitig ausgeglichenem Guthaben gemäß § 4 Abs. 5;
  • begründetem Verdacht des Missbrauchs (Abuse), insbesondere bei DoS-/DDoS-Angriffen, Spam-Versand, Malware-Verbreitung, Phishing oder Hacking;
  • einer konkreten Gefährdung der Sicherheit, Integrität oder Verfügbarkeit der Infrastruktur des Anbieters, anderer Kunden oder Dritter;
  • unrichtigen Angaben des Kunden bei Vertragsschluss oder unterlassener Aktualisierung wesentlicher Daten.

(2) Abuse-Reaktion/Notabschaltung. Bei akuten und schwerwiegenden Beeinträchtigungen (z. B. laufender Angriff, Anordnung einer Behörde, berechtigte Abuse-Meldung mit erheblicher Gefährdung) ist der Anbieter berechtigt, die betroffene Leistung zur Abwehr der Gefahr sofort und ohne vorherige Ankündigung zu sperren oder vom Netz zu nehmen (Notabschaltung). Der Anbieter wird den Kunden unverzüglich nachträglich informieren und – soweit möglich und zumutbar – Gelegenheit zur Stellungnahme bzw. Abhilfe geben.

(3) Eine Sperrung lässt die Pflicht zur Zahlung bzw. die laufende Guthabenabbuchung grundsätzlich unberührt, soweit der Kunde die Sperrung zu vertreten hat. Der Anbieter wird die Leistung wieder freischalten, sobald der Grund der Sperrung nachweislich beseitigt ist und keine weiteren Sperrungsgründe vorliegen.

(4) Vor einer außerordentlichen Kündigung wegen eines behebbaren Verstoßes ist dem Kunden grundsätzlich eine angemessene Frist zur Abhilfe zu setzen oder eine Abmahnung auszusprechen, es sei denn, dies ist im Einzelfall unzumutbar (z. B. bei schwerwiegenden Rechtsverstößen oder akuter Gefährdung). Im Falle einer vom Kunden zu vertretenden außerordentlichen Kündigung bleiben Schadensersatzansprüche des Anbieters unberührt.

§ 8 Verfügbarkeit, Wartung und Best-Effort

(1) Der Anbieter erbringt die Leistungen mit der im Hosting-Bereich üblichen Sorgfalt und ist um eine hohe Verfügbarkeit bemüht (Best-Effort). Eine bestimmte oder ununterbrochene Verfügbarkeit von 100 % wird – soweit nicht ausdrücklich und gesondert ein Service-Level vereinbart ist – nicht geschuldet und nicht garantiert.

(2) Von der Verfügbarkeit ausgenommen sind Zeiten, in denen Systeme aufgrund von Wartung, erforderlichen Updates, Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters (z. B. bei Vorleistungen von Rechenzentrums- oder Netzbetreibern), höherer Gewalt (§ 10) oder aus vom Kunden zu vertretenden Gründen nicht oder nur eingeschränkt erreichbar sind.

(3) Notwendige Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten wird der Anbieter, soweit möglich, in nutzungsarme Zeiten legen und – soweit zumutbar und planbar – vorab ankündigen. Dringende, sicherheitsrelevante Maßnahmen kann der Anbieter jederzeit und ohne Vorankündigung durchführen.

§ 9 Datensicherung

(1) Für die regelmäßige und vollständige Sicherung seiner Daten ist – soweit nicht ausdrücklich ein vom Anbieter verantworteter Backup-Service als geschuldete Leistung vereinbart ist – ausschließlich der Kunde verantwortlich. Dies gilt insbesondere vor Eingriffen in das System (z. B. Reinstall), bei drohender Sperrung/Löschung wegen unzureichenden Guthabens (§ 4 Abs. 5), bei Vertragsende (§ 5) sowie vor von ihm veranlassten Änderungen.

(2) Etwaige vom Anbieter bereitgestellte Backup-Funktionen (z. B. im Gameserver-Panel) stellen, soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart, lediglich eine zusätzliche Hilfsfunktion dar und entbinden den Kunden nicht von seiner eigenen Sicherungsverantwortung. Eine Gewähr für die Wiederherstellbarkeit solcher Sicherungen wird im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben nur eingeschränkt übernommen (vgl. § 10).

(3) Soweit der Anbieter im Rahmen einer von ihm zu vertretenden Pflichtverletzung für einen Datenverlust haftet, beschränkt sich die Haftung auf den Aufwand, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden für die Wiederherstellung der Daten erforderlich gewesen wäre.

§ 10 Haftung, Haftungsbeschränkung und höhere Gewalt

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer fahrlässigen oder vorsätzlichen Pflichtverletzung beruhen, sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, ferner bei arglistig verschwiegenen Mängeln, im Rahmen einer übernommenen Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.

(2) Bei der leicht fahrlässigen Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht – einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) ist die Haftung des Anbieters auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.

(3) Eine darüber hinausgehende Haftung des Anbieters ist ausgeschlossen. Insbesondere haftet der Anbieter bei leichter Fahrlässigkeit nicht für die Verletzung unwesentlicher Vertragspflichten. Die Haftung für Datenverlust ist nach Maßgabe von § 9 Abs. 3 begrenzt.

(4) Soweit die Haftung des Anbieters ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung seiner gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen.

(5) Der Anbieter haftet nicht für Inhalte, die der Kunde oder Dritte über die Systeme speichern, übermitteln oder abrufen, sowie für die vom Kunden installierte und betriebene Software. Die gesetzlichen Haftungsprivilegien für Diensteanbieter bleiben unberührt.

(6) Höhere Gewalt. Der Anbieter haftet nicht für die Nichterfüllung oder Verzögerung von Leistungen, die auf Ereignissen höherer Gewalt beruhen. Als höhere Gewalt gelten alle vom Anbieter nicht zu vertretenden, außerhalb seines Einflussbereichs liegenden Ereignisse, insbesondere Naturkatastrophen, Brand, Überschwemmung, Krieg, Terror, Pandemien, Streiks und Aussperrungen, behördliche Anordnungen, Ausfälle von Strom- und Telekommunikationsnetzen, großflächige Internetstörungen sowie nicht vom Anbieter zu vertretende DDoS-Angriffe. Für die Dauer der höheren Gewalt sind die betroffenen Leistungspflichten ausgesetzt.

§ 11 Widerrufsrecht für Verbraucher

Die nachfolgende Belehrung gilt für Verbraucher im Sinne des § 13 BGB. Unternehmern steht kein Widerrufsrecht zu.

11.1 Einordnung der Leistungen

Die vom Anbieter angebotenen Server-, Cloud-, Storage- und Gameserver-Leistungen sind Dienstleistungen bzw. laufende Dauerleistungen und keine „digitalen Inhalte, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden". Es gilt das nachstehende Widerrufsrecht.

11.2 Widerrufsbelehrung

Widerrufsrecht. Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Julian Kempf – Host-Zentrum, Albert-Schweitzer-Straße 77, 76703 Kraichtal, Deutschland, Telefon +49 (0) 7251 32521, E-Mail info@host-zentrum.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das nachstehend genannte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

11.3 Folgen des Widerrufs

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.

Vorzeitiger Leistungsbeginn und Wertersatz. Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistung bzw. die laufende Leistung schon während der Widerrufsfrist beginnen soll, und haben Sie dies ausdrücklich bestätigt, so beginnt die Leistung bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist. In diesem Fall haben Sie uns einen angemessenen anteiligen Betrag (Wertersatz) für die bis zum Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachte Leistung zu zahlen, verglichen mit dem Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Leistungen (§ 357 Abs. 8 BGB). Das Widerrufsrecht erlischt durch den vorzeitigen Leistungsbeginn nicht.

11.4 Erlöschen des Widerrufsrechts (Ausnahmefälle)

Ein vollständiges Erlöschen des Widerrufsrechts kommt – abweichend von 11.3 – nur in den folgenden, hier sauber getrennten Fällen in Betracht:

  1. Vollständig erbrachte Einmal-Dienstleistung: Bei einem Vertrag über eine einmalige Dienstleistung erlischt das Widerrufsrecht, wenn der Anbieter die Dienstleistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung erst begonnen hat, nachdem Sie dazu Ihre ausdrückliche Zustimmung gegeben und gleichzeitig Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie Ihr Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch den Anbieter verlieren (§ 356 Abs. 4 BGB).
  2. Digitale Inhalte ohne körperlichen Datenträger: Bei einem Vertrag über die Lieferung von nicht auf einem körperlichen Datenträger befindlichen digitalen Inhalten erlischt das Widerrufsrecht nur unter den Voraussetzungen des § 356 Abs. 5 BGB (ausdrückliche Zustimmung zum vorzeitigen Beginn der Vertragsausführung, Bestätigung der Kenntnis vom Verlust des Widerrufsrechts, Bereitstellung einer Vertragsbestätigung).

Für die laufenden Hosting-Dauerleistungen (Server, Cloud, Storage, Gameserver) gilt ausdrücklich kein vorzeitiges Erlöschen; insoweit verbleibt es bei der Wertersatzregelung nach 11.3.

11.5 Muster-Widerrufsformular

Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, können Sie das folgende Formular ausfüllen und an uns zurücksenden – An: Julian Kempf – Host-Zentrum, Albert-Schweitzer-Straße 77, 76703 Kraichtal, Deutschland, E-Mail: info@host-zentrum.de:

  • Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die folgende Dienstleistung (*): …
  • Bestellt am (*) / erhalten am (*): …
  • Name des/der Verbraucher(s): …
  • Anschrift des/der Verbraucher(s): …
  • Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier): …
  • Datum: …

(*) Unzutreffendes streichen.

§ 12 Änderungen, Schlussbestimmungen

(1) Änderung dieser AGB. Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, soweit dies aus triftigen Gründen (z. B. Änderung der Rechtslage, höchstrichterlicher Rechtsprechung, technischer Rahmenbedingungen oder des Leistungsangebots) erforderlich ist und der Kunde hierdurch nicht unangemessen benachteiligt wird. Änderungen werden dem Kunden in Textform mitgeteilt. Die Änderungen gelten als genehmigt, wenn der Kunde ihnen nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang der Änderungsmitteilung in Textform widerspricht; der Anbieter weist in der Mitteilung auf die Bedeutung des Schweigens und die Widerspruchsfrist gesondert hin. Widerspricht der Kunde fristgerecht, besteht der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fort; beide Parteien sind in diesem Fall zur ordentlichen Kündigung nach § 5 berechtigt.

(2) Anwendbares Recht. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als dem Verbraucher dadurch nicht der Schutz entzogen wird, der ihm durch die zwingenden Bestimmungen des Rechts des Staates seines gewöhnlichen Aufenthalts gewährt wird.

(3) Gerichtsstand. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen oder hat er keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis der Geschäftssitz des Anbieters. Der Anbieter ist berechtigt, auch am allgemeinen Gerichtsstand des Kunden zu klagen. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.

(4) Verbraucherstreitbeilegung. Der Anbieter ist zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle weder verpflichtet noch grundsätzlich bereit.

(5) Salvatorische Klausel. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so wird hierdurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Anstelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften. Dies gilt nicht, soweit das Festhalten am Vertrag eine unzumutbare Härte für eine Partei darstellen würde.

(6) Änderungen und Ergänzungen des Vertrages bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses.

Stand dieser AGB: Juni 2026.